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Herbst 2006
die Monate Oktober bis Dezember zeigten
sich von ihrer frühlingshaften Seite und die Lufttemperaturen waren
mit bis zu 15 Grad, außergewöhnlich hoch für diese Jahreszeit.
Leider brachte diese milde Großwetterlage mit
seinen vielen Tiefdruckgebieten auch häufig starke Winde mit sich,
was zu einigen Ausfalltagen für die Bootsangler führte.
Aber so ist das nun mal mit der Natur und wir
Angler müssen das Beste daraus machen zumal es an windigen Tagen auch
gute Alternativen in Form von Brandungs- und Meerforellenangeln gibt.
Aufgrund der milden Wetterlage war auch die
Wassertemperatur mit 9-14 Grad im Herbst ungewöhnlich hoch. Das
störte die Dorsche aber recht wenig, und ab Ende September begann der
Flachwasserangelspaß über 3-7 Meter tiefem Wasser.
Durch ein enorm großes Nahrungsangebot an
Strandkrabben und begünstigt durch viel Strömung zogen die Fische
trotz relativ hoher Wassertemperatur ins Flache und waren bei der
Nahrungsaufnahme sehr aktiv.
Die Dorschfischerei im Herbst war insgesamt
sehr ertragreich und die meisten marmorierten Räuber bissen auf
Gummifische in der Farbe orange/schwarz. Häufig waren die
ergiebigsten Fangplätze die Muschelbänke von Oesterskov, die sich in
nur ca.300 Meter Entfernung von unserer eigenen Slipanlage befinden.
Auch mit der Durchschnittsgröße, die bei
60-70cm lag, konnten die Angler sehr zufrieden sein.
Einige Herbstdorsche knackten sogar die 90cm
und lieferten spannende Drills im
Flachen Wasser.
Freunde des Plattfischangelns haben mit dem Boot ebenfalls
erlebnisreiche Angeltage auf dem Langelandbelt verbracht und konnten sehr
gute Fangergebnisse erzielen. Die Flundern, Klieschen und Schollen
präsentierten sich in bester Kondition und gingen zahlreich an die
mit Würmern und Lockperlen beköderten Haken. Die größten Flundern
waren über 50cm lang und Fische unter 35cm wurden relativ selten
gefangen.
Einige Angler haben das Plattfischangeln auch
erfolgreich vom Strand ausgeübt und fingen zahlreiche gute Fische. Sogar
in unmittelbarer Nähe unserer Slipanlage wurde mit sehr guten
Erfolgen auf die flachen Gesellen gefischt.
Bei den Meerforellen war die Angelsituation
etwas schwieriger. An einigen Tagen war das Ostseewasser durch die
frischen Winde in Ufernähe zu stark eingetrübt, und die Fischerei
damit fast aussichtslos. Die Angeltage mit guten Wetterbedingungen
brachten zwar Forellen, aber meistens handelte es sich um kleinere
Exemplare von maximal 50cm und Fischen, die das Mindestmaß von 40cm
noch nicht erreicht hatten.
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